Das Seekirchl, offiziell Heiligkreuzkirche, steht am westlichen Ortsrand von Seefeld in Tirol an der Straße nach Mösern. Die kleine achteckige Barockkapelle mit ihrem Zwiebeltürmchen ist das Wahrzeichen von Seefeld und eines der meistfotografierten Motive Tirols. Erbaut wurde sie ab 1628/29 im Auftrag von Erzherzog Leopold V., geweiht erst 1666.
Ihr Name verrät ein Kuriosum: Ursprünglich stand das Kirchlein mitten im künstlich angelegten Kreuzsee. 1808 wurde der See trockengelegt – heute steht die Kapelle frei auf einer Wiese, mit Wetterstein und Karwendel im Hintergrund.
Darum geht es auf dieser Seite
- Die Legende vom wundertätigen Kreuz
- Der beste Fotospot
- Spaziergänge rund ums Seekirchl
- Meine Tipps & Tricks
- Häufige Fragen
Wissenswertes zum Seekirchl Seefeld auf einen Blick
- Lage: Möserer Straße, 6100 Seefeld in Tirol
- Erbaut: ab 1628/29, geweiht 1666; Baumeister Christoph Gumpp d. J.
- Besonderheit: achteckiger Zentralbau; stand bis 1808 im Kreuzsee
- Eintritt: frei
- Innenraum: im Winter geschlossen
- Vom Zentrum: wenige Gehminuten von Fußgängerzone und Bahnhof
Warum wurde das Seekirchl gebaut?
Wegen eines Kreuzes, dem Wunder zugeschrieben wurden. Der Überlieferung nach erhielt eine reuige Pilgerin namens Barbara Haißjackin vor diesem Kreuz die Vergebung ihrer Sünden. Als Erzherzog Leopold V. daran vorbeikam, war er so ergriffen, dass er gelobte, dem Kreuz eine Kapelle zu errichten. Beide Ereignisse sind in den Wandfresken links und rechts im Inneren dargestellt. Das spätgotische Kruzifix auf dem Hauptaltar machte das Seekirchl lange zu einem Wallfahrtsort.
Bemerkenswert ist der achteckige Grundriss, entworfen vom Innsbrucker Hofbaumeister Christoph Gumpp dem Jüngeren. 1956 und 2015 wurde die Kapelle restauriert.
Wo gelingt das schönste Foto vom Seekirchl?
Von der Wiese an der Möserer Straße und vom Aussichtspunkt am Raabach, der die Kapelle mit den Bergen dahinter einrahmt. Am eindrucksvollsten wirkt sie am späten Nachmittag, wenn die Sonne die Fassade in warmes Licht taucht. Im Winter, mit verschneiter Wiese, wird es zum Postkartenmotiv schlechthin – im Inneren ist die Kapelle dann allerdings geschlossen.
Welcher Spaziergang führt am Seekirchl vorbei?
Die Dorfrunde durch Seefeld: Vom Zentrum geht es zum ruhigen Wildsee, zum Aussichtspunkt am Pfarrhügel und über die Fußgängerzone zum Seekirchl – rund 4,7 Kilometer in 1 bis 1,5 Stunden. Eine Variante führt über Holzstege zur Olympia-Sprungschanze. Wer höher hinaus will, fährt mit der Standseilbahn zur Rosshütte und blickt von oben auf das Plateau mit dem kleinen Kirchlein.
Was solltest du vor dem Besuch wissen? Meine Tipps & Tricks
- Später Nachmittag: Das beste Licht für Fotos – und weniger Busgruppen.
- Innen anschauen: Von Frühjahr bis Herbst lohnt ein Blick auf Fresken und Kreuz.
- Büchlein kaufen: Im Informationszentrum Seefeld gibt es ein Buch über das „Kirchl“.
- Kombinieren: Seekirchl, Wildsee und danach mit der Bahn zum Kaltwassersee.
Häufige Fragen zum Seekirchl Seefeld
Warum heißt das Seekirchl so?
Weil es ursprünglich mitten im Kreuzsee stand. Der See wurde 1808 trockengelegt.
Ist das Seekirchl im Winter geöffnet?
Der Innenraum ist im Winter geschlossen; von außen kannst du es jederzeit sehen.
Mein Fazit
Das Seekirchl ist klein, aber es fängt die ganze Stimmung von Seefeld ein: Barock, Bergkulisse und Weite. Ein kurzer Stopp, der in keinem Urlaub am Rand des Karwendel fehlen sollte.
