Kaltwassersee bei der Rosshütte: Spiegelsee über Seefeld

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Der Kaltwassersee liegt nur wenige Hundert Meter unterhalb der Rosshütte auf dem Hochplateau über Seefeld. Er ist kein natürlicher Bergsee, sondern ein Speicherteich: Im Winter liefert er das Wasser für die Schneekanonen im Skigebiet. Im Sommer aber ist er einer der schönsten Fotospots der Region, denn bei Windstille spiegeln sich darin das Wettersteingebirge und die Gipfel des Karwendels.

Ich verbinde den Kaltwassersee am liebsten mit einer Herbstwanderung an der Rosshütte. Nach der Aussicht am See geht es bergab, und zum Abschluss gibt es einen Kaiserschmarrn auf der Rosshütte.

Das Beste: Du brauchst kaum Kondition. Mit der Standseilbahn fährst du in acht Minuten von Seefeld zur Rosshütte, von dort ist der See ein kurzer Spaziergang. Ideal für Familien oder als Abschluss einer größeren Tour. Auch mit dem Mountainbike kommst du über die Forststraße herauf.

Darum geht es auf dieser Seite

Wissenswertes zum Kaltwassersee auf einen Blick

  • Lage: unterhalb der Rosshütte (ca. 1.760 m), Seefeld in Tirol
  • Art: künstlicher Speicherteich für die Beschneiung
  • Anreise: Standseilbahn ab Seefeld (ca. 8 Min.) oder zu Fuß ab Talstation
  • Bergbahn: Sommersaison 2026 vom 23. Mai bis 26. Oktober, täglich ca. 9–17 Uhr; Ermäßigung für Kinder (6–15) und Jugendliche (16–19)
  • Baden: nicht erlaubt
  • Einkehr: Panoramarestaurant Rosshütte, Hochegg Alm (1.545 m), Reitherjoch-Alm, Nördlinger Hütte
  • Kinder: großer Bergbau-Spielplatz, Kugelbahn, Trampoline und Tubingbahn an der Rosshütte

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Wie kommst du am schnellsten zum Kaltwassersee?

Mit der Standseilbahn der Bergbahnen Rosshütte. Die Talstation liegt am Ortsrand von Seefeld auf rund 1.230 Metern, die Bahn überwindet etwa 500 Höhenmeter bis zur Rosshütte auf 1.760 Metern und fährt je nach Saison alle 15 bis 30 Minuten. Schon während der Fahrt siehst du den See unter dir. Von der Bergstation gehst du ein paar Hundert Meter bergab zum Ufer. Im Sommer 2026 war die Bahn vom 23. Mai bis 26. Oktober in Betrieb, im Winter fährt sie für das Skigebiet ab Anfang Dezember. Kombitickets mit Härmelekopfbahn und Seefelder Jochbahn sowie ein Paket mit Kaffee und Kuchen auf der Rosshütte gibt es an der Kasse.

An der Talstation gibt es reichlich Parkplätze; mit der Bahn erreichst du Seefeld aus München und Innsbruck über die Karwendelbahn, der Bahnhof liegt nur ein paar Gehminuten entfernt.

Welche Wanderung führt am Kaltwassersee vorbei?

Für Genießer die kurze Runde ab der Bergstation: rund 4,4 Kilometer und 1,5 Stunden über den See und zurück. Wer ohne Bahn aufsteigen will, nimmt die Rundwanderung ab der Talstation: durchs obere Hermannstal und über den „Krummen Steig“ hinauf zur Rosshütte, dann bergab zum Kaltwassersee, einmal um den See und über die Hochegg Alm zurück. Das sind 7,7 Kilometer, 525 Höhenmeter und rund 3:45 Stunden. Von der Hochegg Alm sind es nur etwa fünf Minuten bis zum Ufer. Direkt an der Bergstation lädt außerdem der kurze Zirbenweg (800 Meter) zum Schnuppern ein.

Sportliche verbinden den See mit einem Gipfel: Von der Rosshütte steigst du in gut 1,5 Stunden zur Seefelder Spitze (2.221 m) auf oder gehst über die Reither Spitze zur Nördlinger Hütte. Kletterfreunde wählen den Seefelder Panorama Klettersteig. Von oben siehst du, wie sich das Karwendel nach Osten in endlosen Ketten auffaltet.

Warum ist die Rosshütte mit Kindern so beliebt?

Wegen des großen Erlebnisspielplatzes zum Thema Bergbau direkt an der Rosshütte, der langen Kugelbahn, der großen Trampoline und der Tubingbahn. Die Eltern überblicken den Spielplatz von der Sonnenterrasse aus. Bei Regen lohnt die Ausstellung „Faszination Wintersport“ mit Olympia- und Nostalgiestücken. Und weil die Bahn bis vor die Tür fährt, schaffen auch kleine Kinder den Weg zum See ohne Murren.

Wann ist der Kaltwassersee am schönsten?

Im Frühsommer und Herbst an klaren, windstillen Vormittagen. Dann ist der Spiegel perfekt, und die Sicht reicht bis zur Zugspitze. An heißen Augusttagen ziehen mittags oft Wolken auf. Im Winter liegt der See unter Schnee mitten im Skigebiet.

Was solltest du vor dem Besuch wissen? Meine Tipps & Tricks für den Kaltwassersee

  1. Erste Bahn nehmen: Morgens ist der See oft spiegelglatt, und du hast die Panoramabank am Ufer für dich.
  2. Nicht baden: Der Speicherteich ist kein Badesee, Schwimmen ist verboten.
  3. Bergab statt bergauf: Hinauf mit der Bahn, hinunter zu Fuß über die Hochegg Alm.
  4. Jacke einpacken: Auf 1.760 Metern ist es spürbar kühler als in Seefeld.
  5. Kombiticket prüfen: Für einen Gipfel lohnt die Weiterfahrt mit Seefelder Jochbahn (2.064 m) oder Härmelekopfbahn (2.045 m).

Kommst du mit dem Kinderwagen zum Kaltwassersee?

Mit einem geländegängigen Kinderwagen ist der breite Fahrweg von der Bergstation zum See machbar – es sind nur ein paar Hundert Meter bergab. Für den Rückweg plane etwas Kraft ein, denn dann geht es bergauf zur Bahn.

Häufige Fragen zum Kaltwassersee

Darf man im Kaltwassersee baden?

Nein. Er ist ein Speicherteich für die Beschneiung, Baden ist nicht erlaubt.

Kann man zum Kaltwassersee wandern statt mit der Bahn zu fahren?

Ja, von der Talstation über die Hochegg Alm in rund zwei Stunden; die ganze Runde dauert knapp vier Stunden.

Ist der Kaltwassersee im Winter erreichbar?

Ja, er liegt im Skigebiet Rosshütte. Er ist dann aber zugeschneit und kein Wanderziel.

Mein Fazit

Der Kaltwassersee ist kein Badesee und kein uriger Bergsee, aber einer der leichtesten Wege zu einem großen Bergpanorama. Mit Kindern, mit Großeltern oder als kurzer Fotostopp vor einer Gipfeltour – hier lohnt sich die Fahrt mit der Standseilbahn immer.

Weiterführende Links

–> Seefelder Joch, Reither Spitze und Nördlinger Hütte

–> Seekirchl Seefeld

–> Soiernseen

–> Alle Seen im Karwendel

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