Das Geigenbaumuseum Mittenwald liegt mitten in der Altstadt in der Ballenhausgasse, im Hollbeck-Haus, einem der ältesten und schönsten Häuser des Ortes, direkt hinter der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Auf zwei Etagen erzählt es, wie ein kleiner Marktflecken am Fuß des Karwendels zu einem weltbekannten Zentrum des Geigenbaus wurde. Rund 200 Instrumente sind zu sehen – vom barocken Meisterstück bis zur Kindergeige.
Mein Tipp: Plane nach dem Museum unbedingt Zeit für die Altstadt ein. Rund um das Geigenbaumuseum stehen einige der schönsten historischen Häuser von Mittenwald – und die Lage zu Füßen des Karwendels macht den Bummel zum Erlebnis.
Am Anfang steht ein Mann: Matthias Klotz (1653–1743) lernte das Handwerk in Italien und eröffnete um 1685 die erste Werkstatt in Mittenwald. Weil die Geigen früher zum Trocknen an die Hauswände gehängt wurden, heißt es bis heute, in Mittenwald hänge der Himmel voller Geigen.
Darum geht es auf dieser Seite
- Matthias Klotz und die Geigenbautradition
- Die Ausstellung
- Öffnungszeiten und Eintritt
- Meine Tipps & Tricks
- Häufige Fragen
Wissenswertes zum Geigenbaumuseum auf einen Blick
- Adresse: Ballenhausgasse 3, 82481 Mittenwald
- Gegründet: 1930, seit 1960 im heutigen Gebäude
- Sammlung: rund 200 Instrumente, historische Werkstatt
- Hauptsaison: 1.2.–15.3., 15.5.–14.10., 5.12.–6.1., Di–So 10–17 Uhr
- Nebensaison: 7.1.–31.1., 16.3.–14.5., 15.10.–5.11., Di–So 11–16 Uhr
- Eintritt: Erwachsene ca. 5,50 €, Kinder (6–14) ca. 2 €
- Dauer: ca. 1 Stunde
Wie wurde Mittenwald zum Geigenbauort?
Durch Matthias Klotz. Der Sohn eines Schneiders arbeitete als junger Mann sechs Jahre in einer Lautenmacherwerkstatt in Padua – ein Arbeitszeugnis von 1678 ist im Museum ausgestellt. Zurück in Mittenwald, gründete er um 1685 eine Werkstatt und bildete Schüler aus. Seine Familie und Nachfolger machten den Ort zum Zentrum des deutschen Geigenbaus. Eine Bronzestatue von 1890 erinnert vor der Pfarrkirche an ihn; bis heute gibt es in Mittenwald eine international bekannte Geigenbauschule.
Was zeigt das Geigenbaumuseum?
Im Mittelpunkt stehen barocke Mittenwalder Instrumente, viele von Klotz, seinen Nachfahren und Schülern. Dazu kommen Geigen aus dem 19. und 20. Jahrhundert, Arbeiten heutiger Werkstätten sowie Zithern, Gitarren und Kontrabässe. In der historischen Werkstatt siehst du Werkzeuge und Arbeitsschritte vom Holz bis zum fertigen Instrument. Regelmäßig finden Konzerte statt, etwa beim Mittenwalder Musiksommer, der von Juli bis Mitte Oktober auch im Museum gastiert.
Wann ist das Geigenbaumuseum geöffnet?
Von Dienstag bis Sonntag, in der Hauptsaison von 10 bis 17 Uhr, in der Nebensaison von 11 bis 16 Uhr. Hauptsaison ist vom 1. Februar bis 15. März, vom 15. Mai bis 14. Oktober und vom 5. Dezember bis 6. Januar; dazwischen gilt die Nebensaison. Zwischen dem 6. November und dem 4. Dezember ist das Museum geschlossen – im Advent öffnet es dann wieder, während des Mittenwalder Christkindlmarkts sogar täglich. Erwachsene zahlen 5,50 €, Kinder von 6 bis 14 Jahren 2 €. Parken ist in der Altstadt schwierig; nutze die Parkplätze am Bahnhof oder am Dekan-Karl-Platz und geh die paar Minuten zu Fuß.
Was solltest du vor dem Besuch wissen? Meine Tipps & Tricks
- Montags geschlossen: Plane deinen Besuch zwischen Dienstag und Sonntag – und beachte die Schließzeit im November.
- Altstadtbummel anschließen: Rund um das Museum stehen die schönsten Häuser mit Lüftlmalereien.
- Konzert erwischen: Im Sommer lohnt ein Blick ins Programm des Musiksommers.
- Bei Regen ideal: Danach durch die Altstadt und weiter zum Lainbachfall, sobald es aufklart.
Häufige Fragen zum Geigenbaumuseum Mittenwald
Wo liegt das Geigenbaumuseum in Mittenwald?
In der Ballenhausgasse 3, direkt hinter der Pfarrkirche St. Peter und Paul in der Altstadt.
Ist das Museum für Kinder interessant?
Für musikbegeisterte Kinder ja; die Werkstatt mit Werkzeugen und Kindergeigen kommt gut an. Kleine Kinder sind nach einer halben Stunde meist fertig.
Mein Fazit
Das Geigenbaumuseum ist das kulturelle Herz von Mittenwald und erklärt, warum dieser Ort am Fuß des Karwendel weltweit bekannt ist. Eine Stunde hier, danach ein Spaziergang durch die bemalte Altstadt – so wird auch ein Regentag schön.
Weiterführende Links
–> Lautersee
