Achenkirch liegt auf 916 Metern am Nordende des Achensees und zieht sich weit ins Achental hinein, Richtung bayerische Grenze. Mit fast 114 Quadratkilometern ist es eine der flächengrößten Gemeinden Tirols, hat aber nur rund 2.300 Einwohner. Im Westen ragen die Gipfel des Karwendels auf, im Osten der Unnutz.
Achenkirch ist für mich der ruhigere, ländlichere Teil des Achensees. Ich starte hier gern meine Touren am Sixenhof – zur Gaisalm, zur Seekarspitze oder einfach mit dem Rad am Ufer entlang zum Spielplatz.
Darum geht es auf dieser Seite
- Achenkirch auf einen Blick
- Salzstraße, Kirchen und Sixenhof
- Mit dem Schiff zur Gaisalm
- Wandern und Wasserfälle
- Achenkirch im Winter
- Meine Tipps & Tricks
- Häufige Fragen
Wissenswertes zu Achenkirch auf einen Blick
- Lage: Nordende des Achensees, Achental, nahe der Grenze zu Bayern
- Höhe: 916 m
- Einwohner: rund 2.300
- Fläche: knapp 114 km²
- Museum: Heimatmuseum Achental im Sixenhof, Sixenstraße 29
- Schiff: Anlegestelle Scholastika
- Winter: Familien-Skigebiet Christlum, Loipen
Was erzählen Kirche und Sixenhof über Achenkirch?
Dass Achenkirch schon lange ein Durchgangsort war. Hier führte der Handelsweg vorbei, auf dem Salz aus Hall nach Bayern gebracht wurde; daran erinnert das Haus Salzstadel. Mitten im Dorf steht die Pfarrkirche zum heiligen Johannes dem Täufer, 1748 bis 1750 nach Plänen von Jakob Singer gebaut, der Turm mit Zwiebelhelm kam 1755 dazu. Um 1850 begann in Achenkirch zudem einer der frühen Fremdenverkehrsorte Tirols.
Am schönsten ist ein Blick ins Heimatmuseum Achental im Sixenhof. Der Hof wird 1361 erstmals erwähnt und wurde nach einem Brand 1810 neu aufgebaut. Seit 1987 zeigt er in 21 Räumen auf drei Stockwerken, wie man hier früher lebte und arbeitete – mit Schmiede, Schusterwerkstatt und Weberei. Mit der AchenseeCard zahlst du ermäßigten Eintritt. Im Advent verwandelt sich der Hof in die „Tiroler Bergweihnacht“.
Warum ist die Gaisalm der schönste Familienausflug?
Weil die Anreise schon das Abenteuer ist. Die Gaisalm am Westufer erreichst du nur zu Fuß oder mit dem Schiff. Ab der Anlegestelle Scholastika fährst du mit dem Schiff hinüber – für Kinder schon das erste Highlight. Wer laufen will, nimmt den Steig ab Achenkirch – mit rund 380 Stufen, teils gesichert, und immer wieder mit Blick aufs Wasser. Wir waren mit den Kindern dort und ich war rundum angetan. Wie du die Fahrt planst, steht bei der Achensee-Schifffahrt.
Welche Wanderungen starten in Achenkirch?
Mein Klassiker ist die Seekarspitze mit 2.053 Metern. Wer fit ist, hängt die Überschreitung zur Seebergspitze an. Vom Sixenhof aus kommst du auch hinauf zur Falkenmoosalm, von wo du schön zum Rofan mit dem Juifen und zu den Unnutz-Gipfeln schaust. Ein zweites Ziel ist die Hochplatte über die Seewaldhütte.
Ganz anders, aber genauso lohnend ist der Stodwasserfall im Oberautal. Für mich ist er einer der schönsten Wasserfälle am Achensee – und viel ruhiger als der bekannte Dalfazer Wasserfall auf der anderen Seeseite. Und für eine gemütliche Runde fahre ich mit dem Rad am Ufer entlang zum großen Spielplatz am Badestrand.
Warum kommen im Winter so viele Münchner nach Achenkirch?
Weil das Skigebiet Christlum gleich hinter der Grenze liegt und sich gut für Familien eignet. An Wochenenden wird es deshalb voll, unter der Woche ist es entspannter. Alle Pisten der Region vergleiche ich bei den Skigebieten am Achensee.
Langläufer finden rund um Achenkirch kostenlose Loipen, darunter die Guffertloipe, die 18 Kilometer weit bis nach Steinberg am Rofan führt. Tourengeher zieht es auf den Juifen – für mich eine der schönsten Skitouren überhaupt. Und im März steigen bei den Achensee Ballontage Heißluftballone am Parkplatz Christlum auf; das abendliche Nachtglühen ist ein besonderes Erlebnis.
Meine Tipps & Tricks für Achenkirch
- Am Sixenhof parken und starten: Gaisalm, Seekarspitze und Falkenmoosalm erreichst du von hier.
- Gaisalm im Wechsel: Hin zu Fuß über den Steig, zurück mit dem Schiff – oder umgekehrt mit kleinen Kindern.
- Stodwasserfall früh besuchen: Dann hast du ihn oft ganz für dich.
- Christlum unter der Woche: An Samstagen und Sonntagen kommen viele Tagesgäste aus Bayern.
- Ballontage vormerken: Termin im Frühjahr bei Achensee Tourismus prüfen, das Nachtglühen lohnt die Anfahrt.
- Anreise aus Bayern: Über den Achenpass bist du von Tegernsee aus schnell da, es fährt auch ein Bus.
Häufige Fragen zu Achenkirch
Wie hoch liegt Achenkirch?
Auf 916 Metern am Nordende des Achensees.
Kann man von Achenkirch zur Gaisalm laufen?
Ja, über einen Steig mit rund 380 Stufen am Ufer entlang. Alternativ fährst du ab Scholastika mit dem Schiff.
Ist das Skigebiet Christlum für Familien geeignet?
Ja, es gilt als familienfreundliches Skigebiet direkt in Achenkirch.
Mein Fazit
Achenkirch ist der Teil des Achensees, an dem es ruhiger zugeht und das Dorfleben noch spürbar ist. Für Familien ist die Schifffahrt zur Gaisalm ein Muss, für Wanderer die Seekarspitze – und wer einen Wasserfall ohne Gedränge sucht, findet ihn hier im Oberautal.
Weiterführende Links
–> Achensee
–> Pertisau
–> Rofangebirge
