Ganghofermuseum Leutasch: Auf den Spuren des Jägers vom Gaistal

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Das Ganghofermuseum steht im Ortsteil Kirchplatzl von Leutasch, gleich neben der Kirche, in der ehemaligen Dorfschule von 1950. Es widmet sich Ludwig Ganghofer (1855–1920), dem meistgelesenen und meistverfilmten deutschsprachigen Schriftsteller seiner Zeit. Ganghofer verbrachte rund 20 Jahre lang viele Wochen im Jahr in seinem Jagdhaus „Hubertus“ im nahen Gaistal.

Dort oben empfing er Gäste wie Richard Strauss, Hugo von Hofmannsthal und Ludwig Thoma – und schrieb unter anderem „Das Schweigen im Walde“, das in der Leutasch spielt. Das Museum erzählt neben Ganghofers Leben auch von Jagd, Fischerei und dem bäuerlichen Alltag im Tal.

Darum geht es auf dieser Seite

Wissenswertes zum Ganghofermuseum auf einen Blick

  • Adresse: Kirchplatzl 154, 6105 Leutasch
  • Gebäude: ehemalige Dorfschule (1950), heute Kulturhaus mit Gemeindebücherei
  • Themen: Ludwig Ganghofer, Jagd und Fischerei, Dorfgeschichte, bäuerliches Leben
  • Geöffnet: Sommer- und Wintersaison, Di + Mi 10–12 Uhr, Do + Fr 15–17 Uhr; geschlossen im Frühjahr (Ende März bis Ende Mai) und Herbst (Mitte Oktober bis Mitte Dezember)
  • Eintritt: 3,50 €, mit Gästekarte 3 €, Kinder bis 14 frei
  • Führungen: für Gruppen ab 10 Personen nach Anmeldung, 5 € pro Person

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Warum zog es Ludwig Ganghofer ausgerechnet ins Gaistal?

Wegen der Jagd: 1896 pachtete Ganghofer mit Freunden ein großes Jagdrevier im Gaistal und baute bei der Tillfußalm sein Jagdhaus aus, das er nach seinem Roman „Schloss Hubertus“ nannte. Über zwei Jahrzehnte verbrachte er hier die Sommer, schrieb nachts an seinen Geschichten und entwickelte in einer eigenen Dunkelkammer seine Fotografien. Eine Einladung ins Gaistal galt in der Münchner Kulturszene als Ehre, auch weil seine Frau Katinka eine charmante Gastgeberin war.

Das Jagdhaus steht noch heute oberhalb der Tillfußalm, ist aber in Privatbesitz und nicht zu besichtigen. Eine Gedenktafel erinnert an die goldenen Jahre um 1900. Den Weg dorthin beschreibe ich bei Gaistal und Ganghofer-Weg.

Was zeigt das Museum?

In den umgebauten Klassenzimmern siehst du Exponate aus dem Jagdhaus Hubertus, Fotos, die Ganghofer selbst gemacht hat, und das „Hausbuch von Hubertus“. Weitere Räume erzählen von der Jagd in der Leutasch – schon Kaiser Maximilian I. kam im 16. Jahrhundert zum Jagen hierher –, von Fischerei und Dorfgeschichte. Wechselausstellungen, die Gemeindebücherei und ein Museumsgarten machen das Haus zum Kulturtreffpunkt des Tals.

Wann ist das Ganghofermuseum geöffnet?

Das Museum öffnet in einer Sommer- und einer Wintersaison, jeweils von Dienstag bis Freitag: dienstags und mittwochs von 10 bis 12 Uhr, donnerstags und freitags von 15 bis 17 Uhr. Im Frühjahr (Ende März bis Ende Mai) und im Herbst (Mitte Oktober bis Mitte Dezember) ist es geschlossen; die Wintersaison beginnt Mitte Dezember. Der Eintritt kostet 3,50 Euro, mit Gästekarte 3 Euro, Kinder bis 14 Jahre sind frei. Gruppen ab zehn Personen bekommen nach telefonischer Anmeldung eine Führung für 5 Euro pro Person. Im ersten Stock ist seit 2009 die Gemeindebücherei untergebracht, und regelmäßig gibt es Lesungen, Konzerte und Wechselausstellungen. Mit dem Auto erreichst du Leutasch über Seefeld oder Mittenwald, mit dem Bus ab Seefeld.

Was solltest du vor dem Besuch wissen? Meine Tipps & Tricks

  1. Erst Museum, dann Gaistal: Mit dem Wissen aus dem Museum wird die Wanderung zur Tillfußalm viel lebendiger.
  2. Zeitfenster beachten: Das Museum ist nur stundenweise und nicht am Wochenende geöffnet – plane den Besuch am Vormittag oder späten Nachmittag unter der Woche.
  3. Mit der Klamm kombinieren: Die Leutaschklamm liegt im selben Tal.
  4. Ganghofer-Lauf: Im Winter erinnert ein großer Langlauf an den Schriftsteller.

Häufige Fragen zum Ganghofermuseum

Kann man Ganghofers Jagdhaus besichtigen?

Nein, das Haus Hubertus oberhalb der Tillfußalm ist in Privatbesitz. Du kannst es aber von außen sehen.

Welche Romane schrieb Ganghofer im Gaistal?

Unter anderem „Das Schweigen im Walde“, das in der Leutasch spielt.

Mein Fazit

Das Ganghofermuseum ist klein, aber es öffnet ein Fenster in eine Zeit, als das Gaistal Treffpunkt der Münchner Künstlerwelt war. Wer danach zur Tillfußalm wandert und das Wetterstein und Karwendel dort erlebt, versteht, warum Ganghofer hier so gern war.

Weiterführende Links

–> Gaistal

–> E-Bike-Runde in der Leutasch

–> Tipps für Regentage

–> Alle Sehenswürdigkeiten im Karwendel

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