Ehnbachklamm bei Zirl: Die kleine Klamm direkt vor den Toren Innsbrucks

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Die Ehnbachklamm beginnt fast mitten im Ort: Am Nordrand von Zirl, rund 15 Kilometer westlich von Innsbruck, öffnet sich zwischen hohen Felswänden der Weg in die Schlucht. Auf etwa 750 Metern führen schmale Stege, Stufen und kleine Brücken am Ehnbach entlang bis zu einer Staumauer, hinter der sich das Tal weitet. Eintritt kostet die Klamm nicht.

Die Ehnbachklamm ist für mich eine echte Alternative zu den oft vollen Wegen an der Innsbrucker Nordkette – viele fahren auf dem Weg nach Seefeld fast an ihr vorbei. Der Abstieg über die steilen Treppen in die Klamm ist faszinierend, danach öffnet sich das Gelände in ein breites, kiesiges Bachbett. Bei meinem letzten Besuch habe ich die Runde mit der Kaiser-Max-Grotte verbunden.

Weil sie kurz und kaum ausgebaut ist, steht sie im Schatten der großen Klammen – zu Unrecht. Gerade wer nur einen halben Tag Zeit hat oder eine Alternative zu den vollen Wegen bei Innsbruck sucht, ist hier richtig. Kletterer kennen die steilen Felswände übrigens als Klettergarten, und oberhalb der Staumauer findest du im kiesigen Bachbett Plätze zum Abkühlen.

Darum geht es auf dieser Seite

Wissenswertes zur Ehnbachklamm auf einen Blick

  • Lage: Zirl, Region Innsbruck, Tirol
  • Länge der Klamm: ca. 750 m
  • Runde Kalvarienberg–Klamm: ca. 2,3 km, ca. 230 Höhenmeter, ca. 1–1,5 h
  • Variante Brunntal: ca. 6,5 km, ca. 620 Höhenmeter, ca. 3,5 h
  • Eintritt: frei
  • Parken: Parkplatz Brunntal (P8) bei der Rettung Zirl am Geistbühelweg, gebührenpflichtig (Ticket am Automaten)
  • Einkehr: unterwegs keine; Jausenstation Brunntal (1.172 m) bei der Verlängerung, Do–So
  • Gesperrt: bei Unwetter und Starkregen

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Wie verläuft die kurze Runde durch die Ehnbachklamm?

Vom Parkplatz gehst du durch die Fußgängerunterführung der Umfahrungsstraße und steigst am Kriegerdenkmal vorbei zum Kalvarienberg hinauf. Der Weg ist als Kreuzweg gestaltet, oben steht auf 705 Metern eine Kirche mit weitem Blick über das Inntal – und einem ersten Blick in die Klamm. Oberhalb zweier Bahntunnel zweigst du zur Klamm ab, gehst kurz links am Staubecken hinauf und dann zur Staumauer. Diese überquerst du und steigst über eine steile Eisentreppe in den unteren Teil der Klamm ab.

Jetzt beginnt der schönste Teil: Über eine Holzbrücke querst du den Ehnbach, Stege und Stufen führen zwischen den Felswänden talwärts zurück nach Zirl. Der Abstieg ist stellenweise schmal und etwas ausgesetzt, aber gut gesichert. Für die ganze Runde brauchst du etwa eine bis eineinhalb Stunden.

Wie lohnend ist die Verlängerung zur Jausenstation Brunntal?

Sehr – vor allem im Frühjahr und Herbst. Nach der Klamm führt der Weg in Serpentinen durch schattigen Mischwald zum Fahrweg ins Brunntal und weiter über die Bergwiesen der Zirler Mähder zur Jausenstation Brunntal auf 1.172 Metern. Zurück gehst du über den Fahrweg und den Brunntalsteig. Die Runde misst rund 6,5 Kilometer mit gut 600 Höhenmetern. Die Jausenstation der Familie Nocker liegt besonders sonnig und hat laut Region Innsbruck von Donnerstag bis Sonntag geöffnet; bezahlt wird bar. Im Herbst leuchten rund um das Brunntal die Lärchen goldgelb.

Wie kommst du nach Zirl, und wo parkst du?

Mit dem Auto über die A12 bis zur Ausfahrt Zirl, dann auf der Nordumfahrung zur Ausfahrt Zirl/Hochzirl. Der Parkplatz Brunntal (P8) liegt am Geistbühelweg bei der Rettungsstelle, direkt an der Straße nach Seefeld; ein Parkticket löst du am Automaten. Aus Richtung Seefeld kommst du über den Zirler Berg und nimmst die zweite Ausfahrt nach Zirl. Mit dem Regionalbus kommst du von Innsbruck nach Zirl, mit der Bahn nach Zirl oder Hochzirl. Von Hochzirl kannst du die Klamm auch bergab bis Zirl gehen.

Wann ist die Ehnbachklamm am schönsten?

Im Frühling und Herbst. Zirl liegt sonnig, und die Klamm ist oft schon im März begehbar, wenn höher gelegene Ziele noch verschneit sind. Im Sommer ist sie angenehm kühl, oberhalb der Staumauer nutzen Einheimische Badestellen. Bei Unwetter und Starkregen ist die Klamm gesperrt.

Was solltest du vor dem Besuch wissen? Meine Tipps & Tricks für die Ehnbachklamm

  1. Erst Kalvarienberg, dann Klamm: So steigst du bergauf auf dem breiten Weg und gehst die Klamm bergab.
  2. Bahnwanderung: Mit dem Zug nach Hochzirl, durch die Klamm nach Zirl – nie bergauf.
  3. Parkticket nicht vergessen: Am Rotkreuz-Parkplatz wird kontrolliert.
  4. Weinort Zirl: Zirl ist der einzige Weinbauort Nordtirols – ein Glas danach lohnt sich.
  5. Kaiser-Max-Grotte: An der Martinswand über Zirl wartet ein weiteres Ausflugsziel mit Geschichte.
  6. Feste Schuhe: Stufen und Steine sind nach Regen glatt.

Ist die Ehnbachklamm etwas für Kinder und Hunde?

Für trittsichere Kinder ja, die kurze Runde ist gut zu schaffen; an der Eisentreppe und den schmalen Stellen solltest du sie an die Hand nehmen. Hunde kommen durch, die steile Treppe ist für manche aber unangenehm. Kinderwagen sind nicht möglich.

Was kannst du rund um Zirl noch erleben?

Die Schlossbachklamm mit der Ruine Fragenstein liegt gleich nebenan. In 20 Minuten bist du in Innsbruck und fährst mit der Nordkettenbahn hinauf ins Karwendel.

Häufige Fragen zur Ehnbachklamm

Kostet die Ehnbachklamm Eintritt?

Nein, die Klamm ist frei zugänglich. Nur der Parkplatz kostet.

Wie lange dauert die Wanderung durch die Ehnbachklamm?

Die kurze Runde über den Kalvarienberg dauert etwa eine bis eineinhalb Stunden.

Ist die Ehnbachklamm anstrengend?

Nein, aber an einigen Stellen schmal und steil. Trittsicherheit genügt.

Mein Fazit

Die Ehnbachklamm ist der perfekte Kurzausflug: in fünf Minuten vom Parkplatz in der Schlucht, in anderthalb Stunden wieder zurück – und das ohne Eintritt und Gedränge. Wer mehr Zeit hat, hängt das Brunntal an.

Weiterführende Links

–> Großer Solstein

–> Inntal

–> Alle Klammen im Karwendel

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