Die Hochplatte, auch Achenkircher Hochplatte genannt, ist ein 1.813 Meter hoher Gipfel im Vorkarwendel westlich von Achenkirch. Sie ist der Inbegriff einer Genusswanderung: breite Wege, sonnige Almböden und oben ein Blick, der vom Achensee über Rofan, Unnutz und Guffert bis tief ins Karwendel reicht.
Im Sommer ist die Hochplatte erstaunlich ruhig – im Winter dagegen zählt sie zu den beliebtesten Skitouren am Achensee. Genau diese Doppelrolle macht den Berg für mich so sympathisch: ein Ziel für jede Jahreszeit, ohne großes Risiko.
Darum geht es auf dieser Seite
- Wie schwer ist die Hochplatte?
- Von Christlum über die Seewaldhütte
- Nordroute aus dem Achental
- Hochplatte als Skitour
- Meine Tipps & Tricks
- Häufige Fragen
Wissenswertes zur Hochplatte auf einen Blick
- Höhe: 1.813 m
- Lage: Vorkarwendel, westlich von Achenkirch am Achensee
- Starts: Christlum/Unterautal oder Achental (Nordseite)
- Höhenmeter: rund 850–900
- Gehzeit: ca. 2:15 h Aufstieg, 1:45 h Abstieg
- Schwierigkeit: leicht bis mittel, eine trittsichere Stelle am Kamm (Nordroute)
- Einkehr: Seewaldhütte am Weg
- Winter: beliebte Skitour, Januar bis April
Wie schwer ist die Hochplatte?
Von Christlum aus ist die Hochplatte eine leichte Wanderung auf breiten, unschwierigen Wegen. Einzig ein Abschnitt durch sehr steilen Wald verlangt Aufmerksamkeit. Die Nordroute aus dem Achental ist etwas länger und hat am Kamm eine Stelle, die Trittsicherheit erfordert – dort gibt es aber eine Ausweichroute.
Wie geht es von Christlum auf die Hochplatte?
Der klassische Sommerweg startet beim Parkplatz Unterautal bzw. an den Christlumliften in Achenkirch. Auf einem rot markierten Weg und Forststraßen geht es sonnseitig hinauf zur Seewaldhütte. Schon an der Hütte siehst du den Gipfel zum Greifen nah – tatsächlich trennen dich nur noch rund 30 Minuten vom höchsten Punkt. Über einen grasigen Rücken, vorbei an einem kleinen Holzschuppen, erreichst du das Gipfelkreuz. Für rund 870 Höhenmeter brauchst du etwa 2:15 Stunden. Zurück geht es auf dem gleichen Weg oder als Runde durch das Unterautal.
Wie verläuft die Nordroute?
Vom großen Parkplatz im Achental, dem nördlichen Ortsteil von Achenkirch, führt ein schmaler, gut markierter Steig über eine Lichtung und eine steile Waldstufe hinauf zum flachen Wiesenrücken. Weiter oben zieht der Weg am Kamm entlang zum Gipfel. Im Abstieg kannst du über die Großzemmalm eine Runde daraus machen. Rechne insgesamt mit etwa 4,5 Stunden für rund 850 Höhenmeter.
Ist die Hochplatte eine gute Skitour?
Ja, sie gehört zu Recht zu den beliebtesten Skitouren am Achensee – du bist hier selten allein. Vom Parkplatz Falkenmoos geht es über die Falkenmoosalm (1.327 m) und eine Waldschneise auf rund 5,5 Kilometern und 900 Höhenmetern zum Gipfel. Bis zur Alm ist die Tour sehr leicht, danach stellenweise mittelschwer. Achtung: Kurz vor dem Gipfel quert die Spur einen steilen Hang. Diese Querung darfst du nur bei sicheren Verhältnissen begehen, sonst weichst du über den Gratbuckel aus oder verzichtest auf den Gipfel. Eine sonnseitige Variante startet im Unterautal. Mehr Ideen findest du bei den Skitouren im Karwendel.
Was siehst du von der Hochplatte?
Im Osten liegt der Achensee mit dem Rofan, daneben Unnutz und Guffert. Nach Westen und Süden blickst du über die Täler tief ins Karwendel. Die sanfte Form der Hochplatte sorgt für einen offenen, weiten Rundblick ohne störende Nachbargipfel.
Wann ist die beste Zeit für die Hochplatte?
Als Wanderung von Mai bis Oktober – die Südostseite wird im Hochsommer allerdings sehr warm, starte also früh. Als Skitour von Januar bis April, je nach Schneelage und Lawinenwarnstufe.
Was solltest du vor der Tour wissen? Meine Tipps & Tricks für die Hochplatte
- Parkgebühr einplanen: Die Parkplätze in Achenkirch sind gebührenpflichtig.
- Mit dem Bus: Die Regionalbusse halten an den Christlumliften bzw. an der Abzweigung Steinberg.
- Früh starten im Sommer: Der sonnige Hang heizt sich schnell auf.
- Lawinenlage prüfen: Im Winter ist die Gipfelquerung der heikle Punkt.
- Mit Kindern: Die Christlum-Route ist eine schöne erste Gipfeltour.
Für wen eignet sich die Hochplatte?
Für Genusswanderer, Familien mit wanderfreudigen Kindern und alle, die einen ruhigen Aussichtsberg suchen. Im Winter ist sie eine ideale Einsteiger-Skitour – vorausgesetzt, du kannst die Lawinensituation einschätzen. Wer danach Lust auf mehr Fels hat, findet in der Seekarspitze ein anspruchsvolleres Ziel über Achenkirch.
Häufige Fragen zur Hochplatte
Wie hoch ist die Hochplatte bei Achenkirch?
Die Hochplatte ist 1.813 Meter hoch.
Wie lange dauert die Wanderung auf die Hochplatte?
Von Christlum etwa 2:15 Stunden im Aufstieg und 1:45 Stunden im Abstieg.
Ist die Hochplatte für Anfänger geeignet?
Ja, die Route über die Seewaldhütte führt über breite, unschwierige Wege.
Gibt es eine Einkehr auf dem Weg?
Auf der Christlum-Route liegt die Seewaldhütte, rund 30 Minuten unterhalb des Gipfels.
Mein Fazit
Die Hochplatte ist ein entspannter Aussichtsberg für jede Jahreszeit. Im Sommer ein ruhiger Genussgipfel mit Seeblick, im Winter eine der schönsten Skitouren am Achensee. Wer es gemütlich mag, ist hier genau richtig.
Weiterführende Links
Aktuelle Infos: Achensee Tourismus · Lawinenreport Tirol
