Bärenkopf: Der schönste Blick auf den ganzen Achensee

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Der Bärenkopf ist mit 1.991 Metern kein Riese, aber er steht in der ersten Reihe: Direkt über Pertisau gelegen, ist er einer der wenigen Gipfel, von denen du den gesamten Achensee auf einmal überblickst – wie einen Fjord zwischen Karwendel und Rofan. Kein Wunder, dass er vom Geheimtipp zu einem der meistbesuchten Ziele am See geworden ist.

Ich war schon zu allen Jahreszeiten oben – zu Fuß, mit dem Mountainbike bis zur Bärenbadalm und im Winter mit Tourenski. Die Tour fand ich etwas leichter als das Sonnjoch, anspruchsvoll bleibt sie trotzdem. Und an schönen Tagen bist du am Gipfel garantiert nicht allein.

Darum geht es auf dieser Seite

Wissenswertes zum Bärenkopf auf einen Blick

  • Höhe: 1.991 m
  • Lage: südöstliches Karwendel, südlich von Pertisau am Achensee
  • Ab Pertisau: knapp 1.100 Höhenmeter, ca. 3 h Aufstieg, 2 h Abstieg
  • Mit Bergbahn: ab Zwölferkopf rund 580 Höhenmeter, ca. 1,5–2 h zum Gipfel
  • Schwierigkeit: mittelschwer mit einigen anspruchsvolleren Stellen, eine Drahtseilpassage
  • Einkehr: Bärenbadalm (1.457 m), ca. Mitte Mai bis Mitte Oktober; am Gipfel keine
  • Besonderheit: Blick über den gesamten Achensee
  • Winter: beliebte Skitour, Dezember bis März

Wie schwer ist der Bärenkopf?

Die Wanderung ist mittelschwer mit einigen etwas anspruchsvolleren Stellen. Bis zur Bärenbadalm gehst du auf einer breiten Schotterstraße. Danach wird der Steig schmaler und steiler, an einer Stelle hilft ein Drahtseil. Oberhalb davon ist es steil, aber gut machbar. Bei Nässe wird der Weg rutschig. Trittsicherheit ist im oberen Teil gefragt.

Wie verläuft der Aufstieg ab Pertisau?

Start ist direkt am Seeufer in Pertisau auf rund 930 Metern. Den Schildern Richtung Bärenkopf folgend, geht es über eine breite Schotterstraße hinauf zur Bärenbadalm auf 1.457 Metern – rund 1,5 Stunden. Die Alm liegt am Sattel zwischen Zwölferkopf und Bärenkopf, ist über 200 Jahre alt und umfasst rund 113 Hektar Almgebiet. Oberhalb zweigt links der Wandersteig zum Gipfel ab. Durch Wald und über den Hang geht es in etwa 1,5 Stunden zum Gipfelkreuz. Insgesamt sind es von Pertisau knapp 1.100 Höhenmeter.

Geht es mit der Bergbahn kürzer?

Ja. Mit der Karwendel-Bergbahn fährst du von Pertisau auf den Zwölferkopf. Von der Bergstation sind es etwa 15 bis 30 Minuten zur Bärenbadalm und insgesamt rund zwei Stunden bis zum Gipfel. Damit schrumpft der Aufstieg auf etwa 580 Höhenmeter – ideal, wenn du die Aussicht mit weniger Aufwand genießen willst.

Wie funktioniert die Runde über den Weißenbachsattel?

Statt auf dem Aufstiegsweg zurückzugehen, lohnt sich die kleine Runde: Vom Gipfel steigst du in etwa 40 Minuten zum Weißenbachsattel (ca. 1.700 m) ab und biegst dort rechts Richtung Bärenbadalm ab. Über Wiesen und durch Wald kommst du zurück zur Alm, wo eine Einkehr fast Pflicht ist. Wer weiter will, steigt vom Sattel zur Weißenbachalm (1.607 m) ab, die zwischen Stanser Joch und Bärenkopf am Ende des Weißenbachtals liegt, und weiter nach Eben.

Was siehst du vom Bärenkopf?

Das Highlight ist natürlich der Achensee, den du hier in seiner ganzen Länge siehst. Kurz unterhalb des Gipfels liegt ein bekannter Fotopunkt mit Blick auf den „Fjord“. Gegenüber erhebt sich das Rofan mit dem Ebner Joch, im Westen das Karwendel mit seinen schroffen Gipfeln, im Süden reicht der Blick bis zum Zillertal und zum Alpenhauptkamm.

Kann man im Winter auf den Bärenkopf?

Ja, der Bärenkopf ist eine beliebte Skitour mit rund 1.100 Höhenmetern. Bis zur Bärenbadalm gehst du am Pistenrand des Skigebiets, oberhalb wird es im freien, nord- und westseitigen Gelände steil und anspruchsvoll. Beste Zeit ist Dezember bis März – immer abhängig von der Lawinenlage. Die Bärenbadalm selbst ist im Winter geschlossen. Mehr Ideen findest du bei den Skitouren im Karwendel.

Wann ist die beste Zeit für den Bärenkopf?

Im Sommer von Juni bis Oktober. Besonders schön ist der Spätsommer mit klarer Sicht. Weil der Gipfel sehr beliebt ist, lohnt sich ein früher Start oder ein Werktag.

Was solltest du vor der Tour wissen? Meine Tipps & Tricks für den Bärenkopf

  1. Bike & Hike: Bis zur Bärenbadalm ist der Forstweg ideal für das Mountainbike, ab dort geht es zu Fuß weiter – rund 530 Höhenmeter und zwei Stunden für die Wanderrunde.
  2. Kaiserschmarrn einplanen: Auf der Bärenbadalm lohnt sich die Einkehr, oben gibt es nichts.
  3. Früh los: Am Gipfel wird es mittags voll.
  4. Bei Nässe meiden: Der obere Steig wird dann rutschig.
  5. Kombinieren: Fit genug? Dann hängst du das Stanser Joch an – oder planst einen zweiten Tag für die Seebergspitze auf der anderen Seite von Pertisau.

Für wen eignet sich der Bärenkopf?

Für trittsichere Bergwanderer mit normaler Kondition – mit der Bergbahn auch für ältere, bergerfahrene Kinder. Wer nur die Alm sehen will, wandert zur Bärenbadalm und geht von dort ein Stück Richtung Joch: Schon da hast du einen schönen Blick auf den See.

Häufige Fragen zum Bärenkopf

Wie hoch ist der Bärenkopf am Achensee?

Der Bärenkopf ist 1.991 Meter hoch.

Wie lange dauert die Wanderung auf den Bärenkopf?

Ab Pertisau rund drei Stunden im Aufstieg und zwei im Abstieg. Mit der Karwendel-Bergbahn sind es etwa zwei Stunden bis zum Gipfel.

Ist die Bärenbadalm im Winter geöffnet?

Nein, sie ist etwa von Mitte Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet und im Winter geschlossen.

Sieht man vom Bärenkopf den ganzen Achensee?

Ja, genau dafür ist er berühmt. Kurz unterhalb des Gipfels liegt der bekannte Fotopunkt mit Blick über den gesamten See.

Mein Fazit

Für diesen Blick lohnt sich jeder Höhenmeter: Der Bärenkopf ist der Aussichtsberg am Achensee schlechthin. Starte früh, kehr auf der Bärenbadalm ein und geh die Runde über den Weißenbachsattel – dann hast du den Gipfel und die schönste Almlandschaft in einer Tour.

Weiterführende Links

–> Alle Berge im Karwendel

Aktuelle Infos: Achensee Tourismus · Karwendel-Bergbahn Pertisau

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